Biblische Träume – Biblische Offenbarungen

Seite 1

100_2727_Bibel_1Eine Vielzahl prophetischer Träumen findet man zusammen mit ihren Deutungen in der Bibel, in der Träume als ein Medium zur Übermittlung göttlicher Botschaften und Offenbarungen für die Menschen gelten. Anhand von Träumen versucht Gott in seiner endlosen Barmherzigkeit, die Menschen vor großen Fehlern und Gefahren zu bewahren, ihnen verständlich zu machen, dass Reue, Dankbarkeit, Bescheidenheit sowie Großzügigkeit, Respekt und Nächstenliebe zu den Tugenden zählen, mit denen sich jeder Mensch kleiden sollte, um in seinem Leben ein besserer Mensch zu werden. Oder Er übermittelt auf diese Weise frohe Botschaften, damit die Menschen nie die Hoffnung verlieren sowie Wissen und Weisheit erlangen.

Dsc00331Beispiele für prophetischer Träume sind im Alten Testament der Traum Jakobs von der Himmelsleiter und dem Landversprechen Gottes, die Träume der Pharaonen und des babylonischen Königs Nebukadnezar II sowie im Neuen Testament die Träume Josephs, dem Ehegatten Marias.

Auch die Gründer religiöser Orden wie Franz von Assisi, Don Bosco oder der Heilige Bruno standen angeblich über ihre Träume mit Gott in Verbindung. Aber Menschen taten sich schon immer schwer, diese Direktverbindung zwischen Mensch und Gott per Traum hinzunehmen. Frühchristliche Kirchenväter wollten zwar nicht ausschließen, dass Träume göttliche Offenbarungen übermitteln, zugleich aber warnten sie vor den Gefahren, die Träume ihrer Ansicht nach darstellten. Augustinus und Ambrosius verfassten sogar Gebete, die Träume abwehren sollten. Im frühen Mittelalter verbot Papst Gregor die christliche Traumdeutung unter Androhung des Todes. Der Traum galt nicht mehr als Botschaft Gottes, sondern als Verführung des Teufels. Mit der Hexenverfolgung wurde die Traumdeutung als Hexenwerk “gebrandmarkt”. Kein Wunder, dass die Beschäftigung mit diesem Teufels- und Hexenwerk aus dem öffentlichen Leben verschwand.
Martin Luther schließlich hielt Träume für gefährlich und betete darum, dass Gott nicht auf diesem Wege zu ihm reden möge, obwohl er es für möglich hielt, in Träumen zu Selbsterkenntnis zu gelangen. Er glaubte, die Menschen könnten sich im Traum bestimmter Sünden bewusst werden und dann Buße tun.

1. Buch Mose:

Abraham und der Traum von Abimelech

20. Kapitel:
Als Abraham sich im Lande Gerar aufhielt, ereignete sich ein Unglück: Abimelech, der König von Gerar, nahm ihm seine Frau Sarah weg, da Abraham Sarah als seine Schwester ausgab und nicht als seine Ehefrau. So kam es, dass Gott über einen Traum in diese Handlung eingriff:
Da kam Gott zu Abimelech im Traum des Nachts und sprach zu ihm: Siehe, du bist des Todes um des Weibes willen, das du weggenommen hast, denn sie ist eines Manne Eheweib. (3)
Abimelech war ein gerechter König und hätte er gewusst, dass Sarah Abrahams Ehefrau war, so hätte er sie ihm nicht weggenommen.
Da sprach zu ihm Gott im Traum: Auch Ich weiß, dass du in Redlichkeit deines Herzens das getan hast und Ich habe dich auch verhindert, an Mir zu sündigen, darum ließ Ich dir nicht zu, sie zu berühren. (6)
Und nun gib das Weib des Mannes zurück, denn er ist ein Prophet und wird für dich beten und du wirst leben; Und wenn du sie nicht zurückgibst, so wisse, dass du des Todes sterben wirst, du und jeder, der dein ist. (7)
Abimelech fürchtete nun um sein Leben. Er rief am frühen Morgen seine Männer zu sich und erzählte ihnen von dem Traum. Auch  seine Männer fürchteten sich sehr. Um der göttlichen Strafe zu entgehen, rief Abimelech Abraham sogleich zu sich und gab ihm Sarah zurück. Dann entschädigte er Abraham und Sarah mit großzügigen Geschenken und gab ihnen Erlaubnis, überall in seinem Lande sich niederzulassen.
Da betete Abraham zu Gott, auf dass Abimelech vergeben werde. Daraufhin heilte Gott Abimelech und seine Frau wie auch alle anderen Frauen seines Hauses, die nicht mehr gebären konnten, um Sarahs, der Ehefrau Abrahams, willen.

Schlüsselwörter: , , , , , , , , , ,